Das Innere der Kirche

Wer die St.-Nikolaus-Kirche heute betritt, der ist vom säulenlosen, lichtdurchfluteten Raum in seiner Weite zunächst einmal eingenommen. Der Raum ist schlicht und dennoch erhaben, die flache Holzdecke ist mit ihrem sternförmigen Muster wohltuend ruhig gestaltet.

Wer die Kirche durch das Turmportal betritt, der wird von der "Immerwährenden Hilfe" als Mosaik und vom Heiligen Josef begrüßt.

Unter der Orgelbühne befindet sich am Eingang der Kirche auch das Taufbecken. Eine Inschrift weist es als Stiftung der Eheleute P.H. Otterbein und G.H.T. Plencker aus dem Jahre 1810 aus. 

Am Osterleuchter vorbei, der in der Mitte des Raumes platziert ist, richtet sich der Blick auf den Altar. Bis zum Jahr 2015 war der sogenannte "Orsoyer Altar", dort aufgestellt. Dieser Altar aus Brüssel zeigt bei geöffneten Altarflügeln die Passion Christi, im geschlossenen Zustand Szenen aus dem Leben des Heiligen Nikolaus, des Patrons der Kirche. Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten wurde der Altar in der evangelischen Kirche in Orsoy wieder aufgestellt - wofür er einst in Brüssel geschaffen wurde. In St. Nikolaus erinnert eine großflächige Fotofolie an den Altar.

Die Skulpturen des Heiligen Nikolaus (rechts) und der Gottesmutter Maria (links) flankieren den Altarraum. Hinten im Raum ist auch noch eine Salvator-Skulptur zu sehen.

Die Orgel

Die Orgel in St. Nikolaus wurde von der Firma "Westfälischer Orgelbau S. Sauer, Höxter" erbaut.

 

Disposition:


I. Hauptwerk C-g3
      Principal     8'
      Rohrflöte     8'
      Oktave     4'
      Koppelflöte     4'
      Blockflöte     2'
      Mixtur     
      Trompete     8'
 
II. Schwellwerk C-g3
      Gedackt      8'
      Blockflöte     4'
      Quinte      2 2/3'
      Principal     2'
      Terz      1 3/5'
      Piccolo     1'
      Schalmey     8'
      Tremulant      
 
Pedal C-f1
      Subbass     16'
      Zartbass 1)     16'
      Gedecktbass     8'
      Choralbass     4'
      Fagott     16'
          1) Windabschwächung Subbass      
             
      Koppel I/P      
      Koppel II/P      
      Koppel II/I      
      Traktur mechanisch      
      Registratur mechanisch      
      Klingende Register: 18      
     

Schäden an der Kirche

Die St.-Nikolaus-Kirche ist in keinem guten baulichen Zustand. Vielerlei Risse bleiben auch dem ungeübten Betrachter nicht verboren. Die Zukunft der Kirche ist ungeklärt. Eine Reihe Gemeindemitglieder und Verantwortlicher in den Gremien haben sich dafür ausgesprochen, die Kirche mittelfristig aufzugeben  und eine eine enge Partnerschaft mit der evangelischen Kirche, die ja nur wenige Meter entfernt steht, anzustreben, zumal der Nikolaus-Altar dort bereits seine Aufstellung gefunden hat.

Werktagskapelle

Für die kleinen Gottesdienste an den Werktagen wird in der Regel die kleine Kapelle in der Messdienersakristei genutzt. Die Ausstattungsstücke konnte die Kirchengemeinde aus einer aufgegebenen Ordensniederlassung übernehmen.