Missbrauch in der katholischen Kirche - ein weiterer Fall, der auch unsere Pfarrei betrifft

Im Rahmen einer Veranstaltung unter dem Titel „Macht das Licht an“ am 13.10.22 in St. Bernhardin, Geldern-Kappellen, bei dem es um einen Missbrauchsfall aus dieser Pfarre ging, hat der Interventionsbeauftragte des  Bistums Münster einen bisher noch nicht bekannten Fall öffentlich gemacht, der leider auch unsere Pfarre betrifft, denn der beschuldigte und inzwischen verstorbene Priester war in der Zeit von 1953 bis 1959 hier als Kaplan im Dienst.

Ich lesen Ihnen jetzt den Teil der Pressemitteilung des Bistums vor, der diesen Sachverhalt betrifft.

Es heißt dort wörtlich:

 

Am Ende des Abends machte Frings erstmals öffentlich, dass es in der Pfarrei in Geldern noch einen weiteren Missbrauchs-Vorwurf gibt. „Im April hat sich beim Bistum ein Mann gemeldet, der berichtet hat, dass er in den 1960er-Jahren Messdiener in St. Maria Magdalena war und vom damaligen Pfarrer H. P. missbraucht wurde.“ Dies sei der erste Vorwurf gegen den Pfarrer gewesen, der 1968 bis 1978 in Geldern tätig war und 2009 gestorben ist. Nach der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie – in der dieser neue Fall nicht berücksichtigt war –, habe sich eine weitere Person mit ähnlichen Vorwürfen gemeldet, erläuterte Frings. „Der erste Betroffene hat schon ganz am Anfang den ausdrücklichen Wunsch geäußert, den Fall zu veröffentlichen, da er davon ausgeht, dass es noch weitere Betroffene gibt“, sagte Frings. Bewusst habe man aber in enger Abstimmung mit dem Betroffenen zunächst die Veröffentlichung der Missbrauchsstudie abgewartet und in der vergangenen Woche entschieden, nun an die Öffentlichkeit zu gehen.