Impuls zum Dreifaltigkeitssonntag - von Pastoralreferentin Saskia Herbst

Foto: Johannes Simon in: Pfarrbriefservice.de

1+1+1=1: Das ist eine der kürzesten Beschreibungen für unseren Glauben. Etwas länger ausgedrückt, wäre es: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Es ist einfach, diese drei getrennt voneinander zu betrachten. Gerade mit unseren Kommunionkindern ist genau das immer wieder Thema. Gott ist der Vater oder auch die Mutter. Er ist es, den wir ansprechen, wenn wir an den Schöpfer denken. Irgendwie unfassbar und doch mit unseren persönlichen Bildern von Eltern vereinbar. Jesus, der Sohn, ist für viele wohl am greifbarsten. Er ist Gott und Mensch. Nichts Menschliches ist ihm fremd. Wir können ihn als unseren Bruder annehmen, mit dem wir viel Gutes erleben können. Doch wie es unter Geschwistern manchmal ist, ist er auch derjenige, an dem es möglich ist, sich (auf-)zureiben. Von diesen Dreien scheint er uns am nächsten. Der Heilige Geist hingegen ist wohl der undurchsichtigste der drei. Da und auch wieder nicht. Spürbar, aber nicht zu fassen. Wegweiser ohne Pfeile, die in eine bestimmte Richtung zeigen. Gefühl, Gewissen, Gedanke. 1+1+1=1

An diesem Sonntag geht es darum, diese drei nicht einzeln zu betrachten, sondern als die eine Gemeinschaft zu sehen. „Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ (Mt 28,19) Nicht nur einer dieser drei ist hier angesprochen, sondern Gott in seiner gesamten Dreifaltigkeit. Ein Gott der Beziehung zu uns Menschen. Ein Gott, der selbst Beziehung ist. Dieser dreifaltige Gott ist es, der uns immer wieder nah sein möchte, der uns durch Höhen und Tiefen begleitet. Nicht drei Verschiedene, sondern einer der bei uns ist, auch dann, wenn wir Ihn vielleicht gerade nicht spüren. „Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28, 20)