Eine besondere Kreuzweginstallation in St. Peter während der Fastenzeit

Vom 22. Februar bis Karsamstag ist in der St. Peter Kirche der großformatige Kreuzweg von Martin Peschel ausgestellt. Martin C. Peschel, Jahrgang 1954, studierte nach einer Lehre als Schreiner  Kunst, Philosophie und Architektur in Wuppertal und Stuttgart. Er kommt ursprünglich aus dem Sauerland und  lebt und arbeitet jetzt in Schlat.
Der Kreuzweg ist auf 14 Tafeln, die von rechts nach links zu betrachten sind. Die 14 Stationen sind in 4 Sequenzen gemalt, die Szenen gehen teilweise ineinander über, folgen aber dem traditionellen Ablauf eines Kreuzweges.

Dargestellt ist der Kreuz- und Leidensweg Jesu als die Realität, wie sie damals war: Als Folter und Ermordung eines Unschuldigen. Jede Überhöhung fehlt. Die Malperspektive ist so gewählt, dass der Betrachter hineingezogen wird in das Geschehen. Er steht sozusagen am Wegesrand. So werden wir hineingenommen in die Qualen Jesu, in die Verzweiflung der Mutter und der Freunde und in die Totenstille.

Nicht nur das Geschehen vor 2000 Jahren wird dargestellt. In den Bildern finden sich Anspielungen auf unsere Zeit und die jüngere Vergangenheit. Kreuzweg - das passiert auch heute überall und jeden Tag: Wo Menschen ohne zu denken verurteilen und mit der Masse schreien; wo Machthaber das Recht beugen und unbequeme Mahner aus dem Weg räumen; wo Menschen missbraucht werden; wo Menschen Todesangst durchstehen müssen…

Der Kreuzweg lädt  ein, sich in das Geschehen von damals und heute hineinziehen zu lassen, nachzudenken, zu meditieren.